Gesetze für die Gemeinde

Gesetze für die Gemeinde
Über die Verdrehung des Wort Gottes

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12„Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens  (Hebräer 4.12)

1.      Biblische Auslegung Hermeneutik / Exegese
1.1    Die Erhebung des Menschlichen Intellekts über Gottes Wort
2.      Irrlehre in der Gemeinde
2.1    Anbetung des Heiligen Geistes / Die Dreieinheit
2.2    Gaben des Heiligen Geistes
2.2.1 Zungenreden
2.2.2 Prophetie
3.      Schöpfungsordnung
3.1    Kopfbedeckung
4.     Falsche Gemeindeordnung

4.1   Junge Pastoren
4.2   Lobpreis
4.3   sonntags Auftanken


1. Biblische Auslegung Hermeneutik / Exegese

„Die Hermeneutik (von griech. ρμηνεύειν mit den Bedeutungen: Gedanken „ausdrücken“ „interpretieren“, übersetzen) Unter Hermeneutik versteht man im Allgemeinen das Auslegen und Verstehen von Texten. Oft wird biblische Exegese mit Biblischer Hermeneutik verwechselt oder gleichgesetzt, aber die beiden sind nicht identisch. Exegese ist die praktische Auslegung eines biblischen Textes, Hermeneutik klärt die Ziele und Beweggründe für diese Auslegung.

Das «Wie» stellt in der Hermeneutik eine bedeutende Rolle und ist grosser Bestandteil der Geisteswissenschaft und ist eine Fragestellung die der Mensch benützt, um den Zusammenhang in der Schrift zu finden. Sie hängt jeweils von der eigenen Persönlichkeit, dem ethischen Hintergrund und seiner Erfahrung ab. In der Hermeneutik, gilt es die Differenz zwischen der eigenen Interpretation und dem vorliegenden Text zu verstehen, in dem sie den Rahmen der Zusammenhänge zwischen Auslegung und Text objektiv begründet. Zusammengefasst ist die Biblische Hermeneutik ein Versuch, Gottes Wort durch Logik und Sachverhalt zu interpretieren in dem aber stets ein gewisser Argwohn vorhanden ist, denn Gottes Wort den Vorrang zu geben, käme nicht in Frage. Deswegen werden heutzutage mehrere Hermeneutische- Auslegungen praktiziert, basierend auf dem Wunsch den seelischen Sinn zu erheben. Johannes Cassianus führte bereits im 5 Jahrhundert einen vierfachen Schriftsinn ein der für das gesamte Mittelalter geprägt war

•Literalsinn (wörtliche, geschichtliche Auslegung)
•Allegorischer Sinn (Interpretation „im Glauben“) = dogmatisch
•Tropologischer Sinn (Interpretation „in Liebe“) = moralisch
•Anagogischer Sinn (Interpretation „in Hoffnung“) = endzeitlich.

In der Renaissance lehnten jedoch die Reformatoren in dem neu entdeckten historischen Bewusstsein den vierfachen Schriftsinn ab. Sie wollten historisch und auch theologisch zu den Quellen (ad fontes). Die Frage galt alleine dem Wort oder dem Literalsinn ( sola scripta )1. Es folgte die Erkennung, dass die Schrift durch die Verbalinspiration, Wort für Wort vom Heiligen Geist inspiriert, geschrieben wurde. Daraus folgte die neuzeitliche Hermeneutik.
Die sich als wissenschaftlich verstehende Exegese in der Aufklärung, propagierten dagegen die Trennung des biblischen Literalsinnes und der Begriff „Wort Gottes“ in der Bibel. Nun konnte man den Bibeltext mit philologischen und historischen Methoden untersuchen, während die Dogmatik und die biblische Hermeneutik sich um das verstehen der analysierten Texten kümmern sollte.

Im 19. Jahrhundert protestierte man unter dem Stichwort Repristinationstheologie (heute Fundamentalismus) gegen die Bibelauslegung der Aufklärung. Es war der Versuch, den früheren, voraufklärerischen Umgang mit der Bibel wiederherzustellen aber die Repristinationstheologie konnte sich nicht durchsetzen.
Heute gibt es keine absolut objektive Exegese auch wenn die Ergebnisse zwischen katholischen und evangelischen ähnlich sind, ist die Verwertung der Ergebnisse einer exegetischen Standartanalyse sehr unterschiedlich.

1.1 Die Erhebung des Menschlichen Intellekts über Gottes Wort

Um die Bibel, als eine von Gott inspirierte Schrift in seiner Unfehlbarkeit zu verteidigen, bedarf es keiner Notwendigkeit mehr, denn wer im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft ist und sein altes Kleid abgelegt, den alten Mensch getötet (Kolosser 3.5) und verworfen hat, erkennt die Vollkommenheit Gottes die weder Ende noch Anfang hat. Aber eine historisch-kritische Auslegung der Bibel führt zur Frage: welche politische Umstände waren vorhanden oder zu welcher damals kulturell geprägten Mehrheit wurden gesprochen? – Nur so könnte man abwägen ob das Wort Gottes einem entspricht oder nicht.
Wer  nicht erkennt, dass somit der Bibel der Absolutheitsanspruch genommen wird, vergisst was Gott von uns (dem bekennenden Christ) verlangt; nämlich sein Wort nicht in Frage zu stellen. Wie kann es sein, dass Gott seine Anordnungen oder Gesetze (Jesu Gesetze) nur für eine bestimmte Zeit gelten lies? Unmöglich! Petrus über Paulus und die Propheten:

«wie auch in allen seinen Briefen, wenn er in denselben von diesen Dingen redet, von denen etliche schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Unbefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben. 17 Ihr nun, Geliebte, da ihr es vorher wisset, so hütet euch, daß ihr nicht, durch den Irrwahn der Ruchlosen mitfortgerissen, aus eurer eigenen Festigkeit fallet. 18 Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. Ihm sei die Herrlichkeit, sowohl jetzt als auch auf den Tag der Ewigkeit! Amen.  ( 2.Petrus 3.14 )

Die Unwissenden und Unbefestigten verdrehen also das Wort Gottes und sind unmündig um zu verstehen. Diese Menschen haben den Geist nicht und sind eigenmächtig. Eigenmächtig weil das „Ich“ zur Frage gestellt wird – nicht Gott. Der Mensch mit seinem Armseligen Verstand, masst es sich an über Gottes Wort zu richten ob es Wahr oder Falsch ist; genau das führt zu einer Überhebung des menschlichen Intellekts der Menschenweisheit über Gottesweisheit und sein Wort, sprich- zur Trennung von Gott.

„18Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buche geschrieben sind; 19 und wenn jemand von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott sein Teil wegnehmen von dem Baume des Lebens und aus der heiligen Stadt, wovon in diesem Buche geschrieben ist.“ (Offenbarung 22.18-19)

In Charismatischen Kreisen wird hinzugefügt, in der liberalen Theologie wird weggenommen. Die liberale Theologie nimmt ihren weg in viele Evangelische Gemeinde so wie auch das charismatische. In jedem Theologie Studium muss man sich der Bibelkritik öffnen und kann sie nicht verweigern. Pastorale Dienste die nun unter solchen Lehren ihr Amt ausüben sind sich dem sehr wohl bewusst. Und wenn nicht, sind sie nicht im Geist erfüllt. Die Gemeindemitglieder hören zu aber erkennen nicht oder wollen nicht erkennen. Der Herr aber ruft uns deutlich zur Absonderung


14 Ziehet nicht am gleichen Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? (2.Korinther 6.14)

Ungläubig sind nicht nur jene Menschen die Jesus nicht als ihren Erlöser annehmen, sondern auch solche die ihren Intellekt über Gottes Wort stellen. Wer nun Teil an der Eigenmächtigen Wahrheit nehmen will, hasst Gottes Wort. Denn Gottes Worte sind nicht von dieser Welt.

„14Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. 15 Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Argen“ (Johannes 17.14-15)

Gott ist nicht dort wo Sünde ist. Gott prüft uns nach Mass (1.Korinther 10.13) – aber wir sind in der Endzeit und wir stehen unter seiner Sichtung (Auswahlverfahren – kann auch mit einem Casting verglichen werden) und der Läuterung (Trennverfahren zwischen Reinheit und Sünde).
Jesus wird als Richter kommen! Vor der Entrückung (1.Thess 4.1 – 2.Thess 2.1) gelten die gleichen Bedürfnisse für seine Gemeinde wie für diese in der Drangsal (Math. 24.21). Wenn die Gemeinde Jesu kein Fremdkörper der Welt ist, tut sie der Welt ein gefallen und das ist das Ziel der Irrlehre.

„14damit wir nicht mehr Unmündige seien, umhergeworfen und herumgetrieben von jedem Wind der Lehre, durch die Spielerei der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen, ( Epheser 4 .14)

„8Die Überredung kommt nicht von dem, der euch berufen hat. 9 Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. 10 Ich traue euch aber zu in dem Herrn, daß ihr nicht anders gesinnt sein werdet. Wer euch aber verwirrt, der wird das Urteil tragen, wer er auch sei“ (Galater 5.8-10)

„Wenn jemand anders lehrt und nicht beitritt den gesunden Worten, die unseres Herrn Jesus Christus sind, und der Lehre, die nach der Gottseligkeit ist (1Timotheus 6.3.)

( Gottseligkeit = Griech. εὐσέβεια, von „wahrhaftig anbeten”. Das Wort kann auch mit „Frömmigkeit" oder „Gottesfurcht ( siehe Artikel Ehrfurcht )" wiedergegeben werden
(Apg 3,12; 1. Tim 2,2; 3,16; 4,7.8; 6,3.5.6.11; 2. Tim 3,5; Tit 1,1; 2. Pet 1,3.6.7; 3,11).

Sind viele Gemeinde Fromm?Folgende Irrlehren sind heute in der Gemeinde zu finden:

2. Irrlehre in der Gemeinde
2.1. Anbetung des Heiligen Geistes / Die Dreieinheit

Ich wiederhole: Wenn jemand zu dem Wort hinzufügt ist dem Gericht schuldig (Offenbarung 22.18) – in keinem Bibelvers wird erwähnt, dass es  erlaubt ist, den Geist anzubeten – durch Ihn verherrlichen wir Jesus Christus. Wenn Irrlehrer sagen “im Geist sei Freiheit – er sei nicht betrübt wenn man Ihn nicht anbetet oder zu Ihm spricht“, so leugnen sie die Dreieinheit. Warum den Heiligen Geist nicht anbeten wenn er Gott ist?
Weil Jesus der Vermittler ist.

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Johannes 14.6)
„Einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!“ (Römer 8,15)
„Denn durch ihn haben wir beide den Zugang durch einen Geist zu dem Vater.“ (Epheser 2,18)

Was sagt Jesus in Johannesevangelium 14.26 mit:

„Der Sachwalter aber, der Heilige Geist, welchen der Vater senden wird in meinem Namen, jener wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“

Eindeutig wird hier die Dreieinheit offenbart. Zum Verständnis der Dreieinheit kann man sich das so vorstellen:
Der Mensch verfügt über Geist, Seele und Leib. Man muss das voneinander unterscheiden. Und doch ist es ein Mensch. Oder denken wir an die Zeit. Es gibt nur eine Zeit - und doch ist zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden.4

Vom Geist erfüllt heisst von Gott erfüllt. Man kann nicht separatieren und deswegen nicht Ihn ansprechen. Der Geist ehrt nicht sich selbst sondern sein Ziel ist es:

13“ Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was irgend er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen (Johannes 16.13)

Und nicht das wir ihn anbeten!

5„Denn Gott ist einer, und einer Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus“ (1. Timotheus 2.5)

2.2 Gaben des Heiligen Geistes / Zungenreden und Prophetie
2.2.1 Zungenreden

.Die Bezeichnung „Zungenreden“ ist eine falsche Wiedergabe von „en glossais lalein“. Korrekt müsste man mit „Sprachenreden“ bzw. „Fremdsprachenreden“ übersetzen.1 Zungenreden diene zur Selbsterbauung jedoch haben sie Unkenntnis über folgende Bibelstelle

„Ich sage euch aber, daß von jedem unnützen Worte, das irgend die Menschen reden werden, sie von demselben Rechenschaft geben werden am Tage des Gerichts“ (Matth. 12.36)

Das klassische Dogma der Pfingstbewegung beinhaltet die Lehre, dass nur derjenige der das Zungenreden beherrscht im Geist erfüllt sei.
Dies erfolgt durch die Geistestaufe. Die erhöhte Wahrnehmung der Gegenwart Gottes sei eine der größten Segnungen die durch das Zungenreden erfolgt. Es bewirkt angeblich mehr Vollmacht und Kraft in der Wortverkündigung und im Zeugnis. Arnold Bittlinger behauptet, „dass nach einem solchen Gebet die Worte, die mit dem Verstand gesagt werden, wesentlich mehr geisterfüllt und durchschlagskräftig sind.
Prinzipiell lehrt die charismatische Bewegung, dass man sich selbst nicht mehr unter Kontrolle halten muss, sondern dem Überströmen des Heiligen Geistes vollkommen hingeben soll! Die Bibel lehrt aber: „Du aber sei nüchtern in allem“ (2Tim 4,5)

Das Zungenreden hat nichts mit dem biblischem Phänomen ( Pfingsten ) zu tun «Wer heute als Gläubiger nach Wunderkräften strebt, trachtet nach eitler Ehre und menschlichem Beifall. (Isidor von Sevilla)

2.2.2Prophetie

Wenn es heute noch Prophetie geben würde, wäre die Bibel nicht mehr aktuell.
9“Denn wir erkennen stückweise, und wir weissagen9 stückweise; 10wenn aber das Vollkommene kommt, wird das, was stückweise ist, weggetan werden“ (1.Korinther 13.9-10)

Hier streiten sich die Christen – ist das Vollkommende, wenn Jesus zurückkehrt oder ist das vollkommende die Schrift.
Da dem Wort keinerlei zugefügt werden darf, ist damit die Schrift gemeint. Die Erbauung der Gemeinde hat bereits stattgefunden und wir müssen erkennen was die Autoren durch den Geist inspiriert ihnen kundgaben. Diese Kundgebungen gelten auch für uns heute noch. Es gibt keine Erneuerung, keine Propheten, keine Apostel oder Wundertäter mehr. Unser Dienst ist es das Evangelium zu verkünden und der Gemeindeordnung Folge leisten.

3. Schöpfungsordnung

Die Schöpfungsordnung ist für unser Leben ein wichtiger Bestandteil. Sie definiert die Haltung zwischen Mann und Frau und deren Aufgaben.
Warum die Schöpfungsordnung thematisiert wird, weil sie eben der Grundstein für unser Leben als Mann und Frau ist, heute aber verworfen wird in den Gemeinden, Zuhause und in der Gesellschaft. Der Feminismus hält Einzug in unsere Gemeinden und einige sind sich dem nicht bewusst, dass Gott keinerlei weibliche Leiter Schaft toleriert. „Eure Frauen sollen schweigen in den Versammlungen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern unterwürfig zu sein, wie auch das Gesetz sagt.“ (1.Korinther 14.34) Der Zeitgeist drängt uns aber dazu, diese Verse zu verachten. Aber wer im Geist ist wird sich bemühen die Quellen zu erforschen.

Jesus Christus ist das Haupt der Gemeinde und der Mann das Haupt der Frau. Der Mann ist Gottes Abbild und Herrlichkeit und die Frau die Herrlichkeit des Mannes. (1.Korinther 11.7), denn der Mann kommt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann, und wegen des Mannes Willen wurde die Frau erschaffen.
Die Unterordnung wird im 1.Moses 3.16 deutlich erwähnt als Gott zu Eva sprach, dass ihr Verlangen nach ihrem Mann sein wird, er aber über sie herrschen wird.
Das Oberhaupt des Mannes aber ist Jesus Christus (1.Korinther 11.3), das heisst, Im Gehorsam Gottes treu zu sein und seine Frau so zu lieben wie er seine Gemeinde liebt. Aufopferung, Hingabe und Treue.

«Ihr Männer, liebet eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat» (Epheser 5.25)

Durch diese Hingabe, in der man das weibliche Geschlecht ehrt und erkennt, dass durch die Erlösungsordnung (Galater 3.28) das weibliche Geschlecht den gleichen Anteil an Gottes Erbe haben kann, was wiederum einen Missbrauch der Unterordnung ausschliessen soll, wird er zum Zeugnis für den Gehorsam Gottes. Dieses Zeugnis ist von grosser Bedeutung, weil der Standhaftigkeit eine Anerkennung zuteil ist.
Unterordnung basiert also nicht auf Zwang, sondern beruht auf der aufrichtigen Liebe zu ihr; insofern sich der Mann Gottes Worte beherzigt.

3.1 Kopfbedeckung

Die Frau soll währen der Gemeindeversammlung eine Kopfbedeckung tragen, die Männer nicht.
„Jede Frau aber, welches betet und weissagt mit unverhülltem Haupt, schändet ihr Haupt; es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre“ (1.Korinther 11.5). Die Streitfrage, ob es sich hier nur um das bedecken damaliger Frauen handelt, die wegen Unzucht (Prostitution) kahlgeschoren wurden, muss sich angesichts der Schöpfungsordnung beugen, denn Paulus begründet sie durch die Schöpfungsordnung und auf der Gegenwart von Engel in der Versammlung. Keiner dieser Beweggründe, gründet auf dem damaligen sozialen Brauch, also auch heute noch gültig, denn es ist Gottes Wort.

„auch wurde der Mann nicht um des Weibes willen erschaffen, sondern das Weib um des Mannes willen. (1. Mose 2.18) 10 Darum muss das Weib ein Zeichen der Macht auf dem Haupte haben, um der Engel willen“(1.Korinther 11.9-10).

Eine Macht d.h. die Kopfbedeckung ist das Symbol der Autorität des Mannes über die Frau. Die Aufsässigkeit einer unverhüllten Frau ( was ihre Weigerung zum Ausdruck brachte, die Autorität ihres Ehemann anzuerkennen ) würde bei den Engeln Anstoss erregen, welche das Verhalten der Gläubigen in ihrer Gemeindeversammlungen beobachten (1Kor 3,9; Epheser 3.10; 1.Petrus 1.12) ebenfalls wegen dem Autoritätsproblem in der Engelwelt: Fall Satans, Jes 14,12.

«auf daß jetzt den Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen Örtern durch die Versammlung kundgetan werde die gar mannigfaltige Weisheit Gottes,» (Epheser 3.10)
«welchen es geoffenbart wurde, daß sie nicht für sich selbst, sondern für euch die Dinge bedienten, die euch jetzt verkündigt worden sind durch die, welche euch das Evangelium gepredigt haben durch den vom Himmel gesandten Heiligen Geist, in welche Dinge Engel hineinzuschauen begehren (1.Petrus 1.12
)

Der Mann soll das Haupt nicht bedecken weil er Gottes Abbild ist und spiegelt seine Herrlichkeit wider und in der Frau spiegelt sich die Herrlichkeit des Mannes wider, denn aus ihm ist sie gekommen (1.Kor.11.7-8). Jesus ist das Haupt des Mannes, ein nicht sichtbares Haupt; deswegen muss der Mann sich nicht bedecken. Er ist aber für die Frau ein sichtbares Haupt, deswegen muss sie sich bedecken.

„Ich will aber, daß ihr wisset, daß der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, des Weibes Haupt aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott. (1. Mose 3.16) (1. Korinther 3.23) (Epheser 5.23) 4 Jeder Mann, der betet oder weissagt, indem er etwas auf dem Haupte hat, entehrt sein Haupt.“ (1.Korinther11.3-4)

Die Kopfbedeckung ist nicht nur ein Symbol für die Autorität des Mannes sondern spiegelt auch die Liebe zu Gott und seiner Ordnung. Gott zwingt uns nicht seine Gebote zu halten. Doch wer IHN liebt drängt danach im gleich zu sein.

Dennoch ist weder die Frau ohne den Mann, noch der Mann ohne die Frau im Herrn. 12 Denn gleichwie die Frau vom Manne ist, also ist auch der Mann durch die Frau alles aber von Gott.“ (1.Korinther 11.11-12)

4. Falsche Gemeindeordnung

Viele Gemeinden heute sind modern, weltlich und frei von Ordnung. Sie verwerfen Gottes Wort zu ihrem Nutzen denn die Wahrheit ist:
12„denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens  (Hebräer 4.12)

Keine Gottesfurcht prägt den Gottesdienst und man jauchzt in Emotionen: Zusammengefasst nennt man das „ eine Euphorisch, mystische-schwärmerische Gefühlsorientierung1 = eine Ehrfurchtslosigkeit dem heiligen Schöpfer gegenüber (siehe Artikel Ehrfurcht).
Man beginnt eine Beziehung mit Jesus zu führen, in der man wissend der Sünde mehr Toleranz schenkt, ohne reumütig vor dem Herrn zu stehen. Dies wegen der Verwässerung des Evangeliums. Mit der Wasserbeigabe wird jedem starken Getränk die Wirkung entzogen und verliert an Wirkung, So auch beim Evangelium. Man besänftigt es mit der Liebe Jesu und der Gnade die wir alle empfangen haben. Erwähnen aber nicht, dass die Gnade ein unverdientes Geschenk Gottes ist. Unter keinem Verdienst wurden wir gerechtfertigt, ohne irgendeinen Anspruch, den er Gott gegenüber erheben könnte. Denkt oder fühlt man sich so, als hätte man durch eigenen Zuspruch die Gnade empfangen, sei es nur wegen dem Glaubensbekenntnis, dann ist man sich seiner Verfehlungen nicht bewusst, die das bisherige Leben prägten. Aus eigenem Verdienst empfängt keiner die Gnade. Genau dieses Verständnis führt zur Unwilligkeit viele Dinge in seinem Leben zu bereinigen. Zuerst die Selbsthochachtung, danach das los lassen der eigenen Lebensweisheit „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“
Das Wiederkommen unseres HERRN wird ebenfalls selten thematisiert, es fehlt an Unterweisungen:

„unterweist uns, auf daß wir, die Gottlosigkeit und die weltlichen Lüste verleugnend, besonnen und gerecht und gottselig leben in dem jetzigen Zeitlauf, 13 indem wir erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus“ (Titus 2.12)

Es bedarf keiner Erklärung mehr was mit weltlichen Lüsten gemeint ist, denn wer dies durch den Geist prüft, wird mehr Kenntnis erlangen als angenommen.
Bettet für Erkenntnis und sie wird euch gegeben werden! 

4.1   Junge Pastoren

Da die Jugend heute es vorzieht im Mittelpunkt zu stehen, eignet sich diese Plattform besonders, denn für eine Predigt ist man der Mittelpunkt.
„nicht ein Neuling, auf daß er nicht aufgebläht, ins Gericht des Teufels verfalle. 7 Er muss aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, auf daß er nicht in Schmach und in den Fallstrick des Teufels verfalle“. (1.Timotheus3.6)
Kühn, Eigenwillig und unkonventionell, mit Charme und Humor erreicht man das Publikum und nimmt es mit, auf eine abenteuerliche Reise durchs Evangelium.
Picken Verse aus der Bibel und verkünden die Botschaft Christi als Wundermedizin für sein eigenes Leben! „Leute, wacht auf! Jesus hat viel vor mit euch!“
Um dieses Geschwafel zu unterstützen, stützt man sich auf die Erklärung: „ So können wir die Jugend erreichen!“. Ist sich aber dem nicht bewusst, dass es mehr als das braucht, um sich von der Welt zu trennen. Da es dies aber nicht anzustreben gilt, wird es nicht in Betracht gezogen. Die Älteren ermahnen nicht mehr, obwohl uns die Bibel sagt:
Die Jünglinge desgleichen ermahne, besonnen zu sein, 7 indem du in allem dich selbst als ein Vorbild guter Werke darstellst; in der Lehre Unverderbtheit, würdigen Ernst“ (Titus 2.6)
Da die Jugend ihre eigenen Neigungen haben, fällt es den Ältesten schwer sie zu ermahnen, denn die vom Zeitgeist geformte Jugendkultur ist für sie unzugänglich. Sie haben ihre eigenen Vorstellungen und haben sich gegen die Hochachtung der Ältesten erhoben. Sie geben dem Evangelium neuen Schwung und nennen es Lifestyle. Dieser ist für die ältere Generation befremdlich und wiedersetzt sich sogar ihrem Verständnis. Die Jugend aber fordert ein Verständnis und das mit Erfolg, ohne Einwand. Sie zeigen und formen unsere Zukunft!

4.2 Lobpreis

Wahre geistliche Anbetung erfolgt nicht über fremde seelische Einflüsse sondern sie setzt eine wahre Herzensaufrichtigkeit voraus.
„Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrheit anrufen;“ (Psalm 145.18)
Auch wenn viele Gläubige davon überzeugt sind, dass die modernen Lieder von Gott eingegeben wurden, schreibt das Neue Testament nichts über Jauchzen, Klatschen oder Tanzen. Juden taten dies im Rahmen von Festen oder anderen Anlässen. Die Priesterschaft des alten Bundes hatte sichtbare Heiligtümer wie der Tempel mit Älteren, heilige Kleidung oder die Bundeslage und man lobte den Herrn auf verschiedene Art und Weise und brachte sichtbare Opfer dar (in Ehrfurcht). Im Vergleich aber zu unserer geistlichen Priesterschaft beinhaltet unser Gottesdienst geistliche Opfer und ein Dienst im Geist Gottes.
„Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geiste dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen“(Philipper 3.3)
Also besteht heute der wahre Gottesdienst nicht aus äusserlichen Gegebenheiten wie eine perfekte Musikbegleitung, Stimmungsmachung oder Nebeneffekten, die gezielt das Fleisch stimulieren, sondern durch eine Haltung der Ehrfurcht zu Gott und voller Hingabe!

4.3 sonntags Auftanken

Wöchentlich findet der Gottesdienst statt in der der „Akku“ wieder aufgeladen wird. Montag bis Samstag ist man nicht vom Geist erfüllt sondern nimmt die wöchentliche Last wie Stress oder Müdigkeit in den Gottesdienst. Man nimmt keine Nahrung mit sich mit sondern ist ausgelaugt.
„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht“ (Matth. 4.4)
Gottesdienst heisst griechisch Übersetzt λατρεία „latreía“ = Funktion, Tätigkeit, Dienen. Nicht Gott dient uns sondern wir IHM. Der Gottesdienst ist keine Auflade Station mit Starkstrom sondern wir wachsen loben, danksagen, und preisen IHN mit der Kraft die er uns durch seinen Geist gegeben hat. Deswegen sind viele erschöpft und können keinen Geistlichen Wachstum erleben, den es anzustreben gilt. Geistlicher Wachstum heisst: Im Geist Gottes getragen zu werden bis zur vollkommenden Mannesreife:

13“bis daß wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen und zum vollkommenen Manne werden , zum Maße der vollen Größe Christi; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, umhergeworfen und herumgetrieben von jedem Wind der Lehre, durch die Spielerei der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen,“(Epheser 4.13-14)

Wie wird man vom Geist Gottes getragen? Durch Absolute Hingabe, voller Demut, dem Herrn Gehorsam, erkennen seiner eigenen Verworfenheit und Ehrfurcht!

Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang; sie macht alle klug, die sie üben. Sein Ruhm besteht ewiglich“ (Psalm 111.10)

 

Die ganze Thematisierung dieses Artikels wird nicht mehr gepredigt! Und wer das in der Gemeinde nicht braucht ist ein Eigenmächtiger alsbald schon gottloser Mensch! Ich spreche diejenigen an die mit einem zynischen Lächeln diese Zeilen lesen und meinen, dass diese Sichtweise mit einer Zwangszelle zu vergleichen ist. Ich hingegen sage, dass der wer Gottes Wort in keiner Hinsicht aus Menschlicher Sicht betrachtet und sich Gottes Ordnung hingibt, weder seinen Intellekt noch seinen Willen über Gott stellt, hat Anteil an Gottes Erbe!
Bettet für die Verlorenen und bemüht euch um Sie

19 Meine Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt, und es führt ihn jemand zurück,20 so wisse er, daß der, welcher einen Sünder von der Verirrung seines Weges zurückführt, eine Seele vom Tode erretten und eine Menge von Sünden bedecken wird.
Jakubus 5.19